| Spirituosen |
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Herstellungsprozeß von Obstbränden bei Confidor Das Brennen, die Destillation, erfolgt - unabhängig davon, um welche Fruchtart es sich handelt - wie im Cognac in zwei Brennverfahren in Charente-Brennblasen. Bei der Erwärmung lösen sich Alkohol, Wasser und Aromastoffe aus der Maische. Bei der anschließenden Kühlung verflüssigt sich das farblose Destillat. Nun erfolgt eine Reifezeit zwischen 1 1/2 und 4 Jahren. Der Brand hat zunächst einen Alkoholgehalt von 65 bis 70 % vol. Erst vor der Abfüllung auf Flaschen wird er durch die Zugabe von destilliertem, geschmacksneutralem Wasser auf eine Trinkstärke von 45 % vol. gebracht. Diese Alkoholstärke bringt die Fruchtigkeit am deutlichsten zum Ausdruck. Zum Brennen eignen sich fast alle Früchte, die natürlichen Fruchtzucker enthalten und in ihren Zellen Aroma- und Bukettstoffe speichern. Je nach Art der Früchte wählt man zwischen zwei verschiedenen Verfahren, um sie dem Destillationsprozeß zuzuführen: Stein- oder Kernobst (Pflaumen, Kirschen, Mirabellen, Birnen) wird zunächst zerkleinert, direkt vergoren und anschließend destilliert. Beerenobst (Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren) dagegen wird erst einmal in Alkohol eingelegt (diesen Vorgang nennt man Mazeration) und danach destilliert. Bei der Mazeration werden der Frucht die wertvollen Aromastoffe entzogen und im Alkohol gelöst. Der dafür verwendete Alkohol ist ein geschmacksneutrales Obst- oder Weindestillat. Die Menge der Alkoholzugabe ist in Frankreich gesetzlich geregelt; sie darf höchstens 12 Liter auf 100 kg Früchte betragen. Das Hinzufügen von geschmacks- oder geruchsbildenden Stoffen ist verboten. Edelobstbrände (frz.: eau de vie) werden zumeist nach dem Essen als Digestif leicht gekühlt getrunken. |